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12.06.2020

Bekämpfung von Cercospora in den Resistenzgebieten im Südosten

Bekämpfung von Cercospora in den Resistenzgebieten im Südosten

Team N.U. Agrar

N.U. Agrar GmbH - Allgemein

Themen

Fungizid

In Italien, Österreich und Tschechien sowie in Südbayern sind bereits Cercospora-Rassen mit Wirkort-Resistenz (G134A) gegen Strobilurine (z.B. Azoxystrobin, Pyraclostrobin, Trifloxystrobin) verbreitet. Gegen Triazole (z.B. Epoxiconazol, Cyproconazol, Difenoconazol, Tetraconazol) ist ein starkes „shifting“ (= schrittweise Wirkungsminderung) zu beobachten, dem mit höheren Aufwandmengen noch begegnet werden kann.

In diesen Anbaugebieten wird die Kombination mit Kontaktwirkstoffen (Kupferpräparaten) empfohlen, die solo eingesetzt nur eine mäßige bis geringe Wirkung aufwiesen, aber in Kombination mit Azolen (+ Strobilurinen) eine eklatante (Zucker-) Ertragsteigerung hervorrufen (Kempf, 2014). Nach unseren Erfahrungen werden Kupferpräparate am besten bereits gegen die Primärinfektion eingesetzt. 

Benzimidazole (Thiophanat im Duett Ultra) wirkten schon vor 30 Jahren nicht mehr gegen Cercospora, unterstützen aber offensichtlich die Wirkung der Triazole. Deshalb sollte in Lagen mit starkem Befall die 2. Spritzung gegen die horizontale Verbreitung und die 3. Spritzung gegen die vertikale Verbreitung der Cercospora (von Pflanzen zu Pflanzen) mit Thiophanat + Epoxiconazol (im Duett Ultra) erfolgen. Das Duett Ultra darf bis 30.10.21 verwendet werden.