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30.07.2020

Produktion von Mikroalgen – Ein lukrativer Betriebszweig in der Landwirtschaft?

Produktion von Mikroalgen – Ein lukrativer Betriebszweig in der Landwirtschaft?

Tristan Gruszkos

IBBK - Das Biogas Netzwerk

Themen

Naturschutz Energie

Algen sind Alleskönner!

Sie werden deshalb als mögliche Proteinquelle der Zukunft immer wichtiger – auch außerhalb ihres klassischen Anwendungsortes in der asiatischen Küche, wo sie bereits weit verbreitet sind. Außerdem sind sie ein heißer Kandidat für die industrielle Produktion von Bio-Treibstoffen.

Vor diesem Hintergrund werden aktuell Szenarien zur Erzeugung und Nutzung von Mikroalgen in der Landwirtschaft entwickelt. Diese sollen durch die frühe Einbindung von Praktikern von Anfang an möglichst realistisch sein.

Bei diesen Szenarien soll die lokal erzeugte Energie in Form von Strom und Wärme direkt vor Ort zur Produktion von Mikroalgen eingesetzt werden. Hierdurch bleibt der regionale Stoff- und Energekreislauf geschlossen – die Energie wird dort verbraucht, wo sie produziert wird.

Besonders Eigentümer oder Mitarbeiter auf Landwirtschaftsbetrieben, die unter Druck stehen und nach Einkommensalternativen suchen sollten sich mit der Mikroalgenproduktion beschäftigen.

Auch für Betreiber einer EEG-Anlage, die für den Weiterbetrieb ihrer Biogas-, PV- oder Windkraftanlage eine Alternative zum Ausschreibungsverfahren suchen, könnte die Mikroalgenproduktion in der Landwirtschaft interessant sein. Besonders, wenn die Förderperiode in absehbarer Zeit endet,

Das Forschungsprojekt „FuTuReS – Fucoxanthinproduktion mit Mikroalgen: Transdisziplinäre und Regionale Szenarien“, dass von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gefördert wird, befasst sich mit genau diesem Thema und den damit verbundenen Herausforderungen.

In Corona-bedingten Online-Workshops wurden die Chancen und Herausforderungen einer Einführung der Mikroalgentechnologie in der Landwirtschaft besprochen.

Während dieser Workshops konnten und können die Teilnehmer von Experten aus Landwirtschaft und Industrie sowie Branchenverbänden neue Impulse zur Erhöhung der Wertschöpfung liefern.

Weitere Informationen zum Projekt "FuTuReS" und den Workshops finden Sie auf der Projektwebsit unter http://www.itas.kit.edu/fgbioroes19_futures.php oder indem Sie sich mit dem Ansprechpartner Markus Winkelmann in Verbindung setzen. Seine Kontaktinformationen finden Sie auch auf der Projekt-Website.