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05.10.2020

Vorsicht giftig: Der richtige Umgang mit Gärgashauben

Vorsicht giftig: Der richtige Umgang mit Gärgashauben

Christiane Pietsch

DigiMilch

Themen

Ernte Gärprodukte Rinder

Bei einer gut abgedeckten Silage kann es zu Beginn der Silierung zum Auftreten einer Gärgashaube kommen – die darunter enthaltenen Gase sind giftig und erfordern einen besonderen Umgang.

Durch den Abbau von in den Pflanzen enthaltenem Nitrat können zu Silierbeginn Gärhauben auf dem Silo auftreten. Bei der Silagebereitung ist das ein unvermeidbarer Vorgang. Die Folie über dem Silo bläht sich auf und wird angehoben. Darunter verbergen sich nitrose Gase. Es handelt sich um ein Gemisch aus verschiedenen Stickoxiden, das hochgiftig ist. Schon geringe Mengen können gefährlich für die menschliche Gesundheit werden.

Kein Grund zur Sorge

Eine Gärhaube ist immer ein Zeichen dafür, dass das Silo luftdicht abgedeckt wurde. Viele Landwirte reagieren besorgt, wenn sich auf ihrem Silo eine Gärhaube bildet, doch eigentlich ist sie positiv zu beurteilen. Aus diesem Grund sollte die Silierfolie nie geöffnet und das Gasgemisch abgelassen werden. Eine Qualitätsfolie reißt nicht, solange sie nicht über scharfkantige Ecken gespannt wurde. Vor dem Befüllen des Silos sollte das überprüft werden. Nach einigen Tagen fällt die Haube in sich zusammen. Es ist ratsam dann noch einmal die Sandsäcke zur Abdichtung des Silos zu kontrollieren.