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27.10.2020

Haben US-Weizenpreise den Hochpunkt erreicht?

Haben US-Weizenpreise den Hochpunkt erreicht?

Lars Kuchenbuch

KS Agrar

Themen

Ernte

Am vergangenen Freitag erreichte der Weizen an der CBOT mit 633 ct/bu ein 6-Jahres-Hoch, die günstigeren Wetteraussichten für Russland und die EU haben aber eine Preiskorrektur bis auf die Marke von 620 ct/bu herbeigeführt. Am heutigen Tag haben die Preise zum Handelsbeginn leicht angezogen. Grund dafür gibt die Bewertung des USDA bezüglich des Winterweizenbestands, welcher schlechter ausfällt als erwartet. Nur 41 % der aktuellen Bestände werden als gut bis sehr gut bewertet. Analysten erwarteten einen Wert um 52 %. Die ist damit die niedrigste Bewertung in der Kategorie seit 1988.

Unser heutiges Diagramm zeigt die Differenz in der Bewertung zwischen der Ernte 20 und der kommenden Ernte 21. Der Aussaatzeitraum für den HRW Weizen nähert sich dem Ende, und Stand 25.10 sind bereits 85 % der Fläche bestellt. Das bedeutet ein Plus von 5 % gegenüber dem 5-Jahres-Durchschnitt.

In Bezug auf den Export wurden bis dato laut USDA, 10,189 Mio. t verkauft, dies ist aktuell 4 % höher als im Vorjahreszeitraum. Der russische Weizen wird immer noch auf einem saisonalen Hoch von 260 $/t gehandelt.

Der U.S. HRW -Weizen FOB Golf ist teurer als der russische Weizen, trotzdem laufen die Exporte aus den USA sehr gut.  Die Weizenexportinspektionen in der vergangenen Woche beliefen sich auf enttäuschende 363.806 t.

Für die laufende Woche sind im Mittleren Westen Niederschläge in Form von Schnee und Regen angesagt. Dies dürfte das auflaufen der Bestände begünstigen. Von der technischen Seite ist der Weizenpreis immer noch im überkauften Bereich. Trotz der positiven Nachfrageseite, erwarten wir in den kommenden Tagen eine Korrektur. Diese könnte bis auf die 6$/bu ausfallen.