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14.01.2021

Temperatur: Am 1. Januar begann eine neue Zeitrechnung

Temperatur: Am 1. Januar begann eine neue Zeitrechnung

Redaktion

CYA GmbH

Themen

Allgemein Ackerbau

Aufgrund einer neuen Referenzperiode fällt der Temperaturunterschied zum langjährigen Mittel nicht mehr so hoch aus. Die Temperaturen steigen trotzdem.

Die Jahresmitteltemperatur ist ein wichtiger Indikator, um den Klimawandel zu beobachten oder Auswirkungen der steigenden Temperaturen auf die Landwirtschaft einzuschätzen. Bis Ende 2020 wurden zum Vergleich die Jahre von 1961 bis 1990 herangezogen. Das änderte sich zum 1. Januar 2021. Denn die Referenzperiode wird alle 30 Jahre geändert. Demzufolge werden jetzt die Wetterdaten mit denen aus den Jahren 1991 bis 2020 verglichen.

Höhere Temperatur ist jetzt normal

In den vergangenen Jahrzehnten schritt der menschengemachte Klimawandel voran. Die Erderwärmung ist spür- und messbar. Von 1961 - 1990 war der Temperaturanstieg allerdings noch nicht so stark wie in den letzten 30 Jahren. Das heißt: Meteorologen haben in den 2000er Jahren höhere Unterschiede zur alten Referenzperiode festgestellt, die Schere war größer. Das ist jetzt anders. Durch den späteren Vergleichszeitraum scheinen Vergleichswerte nicht so weit auseinander zu driften. Mit Blick auf das langjährige Mittel wird man „deutlich zu warm“ seltener hören als noch vergangenes Jahr. Der Klimawandel schreitet dennoch voran. Höhere Temperaturen sind aber „normal“ geworden.

2020 zweitwärmstes Jahr

Dass es immer wärmer wird zeigten die wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Diese sind nämlich nicht über einen längeren Zeitraum verteilt, sondern in den vergangenen paar Jahren zu finden. 2020 war mit einer Durchschnittstemperatur von 10,4 Grad Celsius das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Auf dem bisherigen Platz 1 befindet sich das Jahr 2018 mit 10,5 Grad Celsius, den dritten Platz teilen sich 2014 und 2019 mit 10,3 Grad.

Foto: Gerd Altmann/pixabay.com (Symbolbild)