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18.03.2021

Pflanzenernährung: Phosphat ist unerlässlich!

Pflanzenernährung: Phosphat ist unerlässlich!

LIZ Team

LIZ by Pfeifer & Langen

Themen

Düngung

Jeder Landwirt kennt es und nutzt: Phosphat. In Form von Gülle, mineralischem Dünger, Kompost oder anderen Formen versorgen wir unsere Äcker mit Phosphat…, oder mit Phosphor? Was ist das eigentlich und wofür ist es gut?

Betrachtet man die Inhaltsstoffe von Düngemitteln findet man oft den Begriff P2O5, was gemeinhin als Phosphat bezeichnet wird. Das ist aber streng genommen falsch. Bei P2O5 handelt es sich um eine historische Bezeichnung, ein Relikt, dass eigentlich P4O10 Phosphorpentoxid bezeichnet. Aber auch letzteres ist chemisch gesehen nicht in Düngemitteln enthalten. Enthalten sind Phosphate, also PO43-. Phosphate kommen in Verbindungen mit anderen Elementen wie Kalium, Calcium, oder Natrium im Boden und in Düngemitteln vor und stehen der Pflanze zur Verfügung.

Aber wofür braucht die Pflanze das ganze Phosphat? Ähnlich wie Stickstoff ist es ein Grundbaustein vieler Moleküle. Allen voran den Nukleinsäuren. Das Wort Säure bezieht sich hier auf Phosphorsäure. Phosphor ist also zwingend enthalten. Millionen von aneinander gereihten Nukleinsäuren enthalten den Bauplan des Lebens, sind also die Bausteine des Erbguts (DNA/DNS). Des Weiteren ist Phosphor im wichtigen Energiemolekül ATP enthalten. ATP ist das Benzin, das die Motoren jeder Zelle antreibt und sorgt zusätzlich dafür, dass Zucker gebildet werden kann. Darüber hinaus bestehen alle Zellwände in der Zuckerrübe (also die „Haut“ der Zellen) aus Phospholipiden, also aus Fetten, die in chemischer Verbindung mit Phosphat sind.

Ein Mangel an Phosphat führt daher zwangsläufig zu kümmerlichem Wuchs, bei Getreide z.B. zu verminderter Bestockung und zu verzögerter Blüte.

Die richtige Dosierung von Phosphat und allen anderen Düngeelementen ist daher essenziell. Bei der Kalkulation der richtigen Menge hilft LIZ-DungPro.