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01.06.2021

Ist mit Fusarien zu rechnen?

Ist mit Fusarien zu rechnen?

Team N.U. Agrar GmbH

N.U. Agrar GmbH - Allgemein

Themen

Pflanzenschutz Fungizid Ackerbau

Der bisherige Witterungsverlauf und das für die kommenden zwei Wochen prognostizierte Wetter lassen nicht erwarten, dass Ährenfusarien verbreitet eine große Rolle spielen werden. Ausnahme: Im Südosten, südlich der Donau, war es zweitweise warm und nass genug, dass auch mit F. graminearum zu rechnen ist. Zudem ist dort für den Zeitraum um den 6. Juni warmer Regen angekündigt, der mit der Weizenblüte zusammentreffen kann. Fusarien-Infektionen wer-den ausgelöst, wenn in die Weizenblüte hinein warmer Regen fällt und danach die Bestände wenigstens einen halben Tag lang nicht ab-trocknen.

Bei Temperaturen über 18 °C tritt vor allem nach pflugloser Bestellung verstärkt F. graminearum auf, wenn Maisstroh auf der Bodenoberfläche zu finden ist oder nicht verrottetes Maisstroh hochgepflügt wurde.

Befall durch F. graminearum und M. nivale ist insbesondere nach (Körner-) Mais bzw. bei Mais in der Fruchtfolge zu erwarten.

  • nach einer vorangegangenen Stressphase, die in diesem Jahr ausfiel,

  • wenn in die Blüte Regen fällt,

  • und die Ähren 1 bis 2 Tage lang nicht ab-trocknen.

 

Bei eher kühlem Wetter (Temperaturen zwischen 15 und 18 °C) und Regen ist dagegen mit F. culmorum und M. nivale zu rechnen.

  • im Weizen nach Weizen, der im Vorjahr bereits mit diesen Erregern belastet war,

  • wenn Ernterückstände an der Bodenoberfläche bzw. in der Wurzelzone verblieben sind,

  • wenn mit Fusarien belastetes Saatgut ausgesät wurde, auch wenn das Saatgut gegen Fusarien gebeizt wurde,

  • wenn Fusarien an der Halmbasis zu finden sind und das Mycel von F. culmorum systemisch in den Pflanzen in die Ähre hochwächst oder der Pilz über die Blätter hochspringt,

  • im angrenzenden Bereich von Schlägen (bis 300 m Abstand), die im Vorjahr mit Fusarien befallen waren.