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10.06.2021

Hohe Nachfrage als Preisantrieb für Ölsaaten

Hohe Nachfrage als Preisantrieb für Ölsaaten

Lars Kuchenbuch

KS Agrar | KS Agrar Rohstoffbrief

Themen

Ackerbau

Die MATIF Rapspreise bleiben volatil und mussten gestern einen Verlust von 8 €/t für den August-Termin hinnehmen. Das Londoner Analystenhaus Fastmarkets sieht den Markt für Ölsaaten weiter unter Nachfragedruck. Der wieder aufflammende Bedarf aus China, sowie die ansteigenden Importe in die USA und Europa sollten die Preise weiter hoch halten. Als Haupttreiber wird die Überwindung der Schweinepest in China genannt, die nun zu erhöhtem Futtermittelimport führen sollte. Zudem ist die erhöhte Nachfrage bei nachhaltigen Lösungen bei Flug– und Dieseltreibstoffen aus den USA ein weiterer Preistreiber. Die Abkehr der EU von Palmöl aufgrund der Vorwürfe von Abholzung treibt auch diesen Abnehmer zu den Alternativen. Gemäß des Analystenhauses sind die nun eintretenden globalen Nachholeffekte bei den Rohstoffen hauptverantwortlich für die Lebensmittelpreisinflation. Der FAO Food Price Index sprang im Mai 2021 von 108 auf 127,1 Punkte, was einem Anstieg um 17 % gegenüber Dezember 2020 entspricht. Die Märkte warten heute auf den USDA Bericht, der um 18:00 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht wird.