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08.07.2021

Gute Aussichten für europäische Weizenernte

Gute Aussichten für europäische Weizenernte

Lars Kuchenbuch

KS Agrar | KS Agrar Rohstoffbrief

Themen

Ackerbau

Die MATIF Weizenpreise haben sich für den September-Termin um die 200 €/t-Marke stabilisiert. Damit hat der Weizen auf dem Fronttermin dennoch in der vergangenen Woche 5 % verloren. Die Trockenheit in den USA scheint sich abzumildern und für die Schwarzmeerregion sowie Russland wird eine hohe Weizenernte erwartet. Für Deutschland schätzt der Deutsche Bauernverband (DBV), dass die gesamte Weizenernte 23,13 Mio. t betragen wird. Das wären 4,5 % mehr als im Vorjahr (+1 Mio. t). Das europäische Wirtschaftsjahr für den Weizen ist nun offiziell abgeschlossen. In der abgelaufenen Periode wurden 25,53 Mio. t Weizen exportiert. Das liegt um 26 % unterhalb der Exporte des Vorjahres (-9,07 Mio. t). Eine leichte Verzerrung der Daten liegt vor, da seit dem 1. Januar Großbritannien nicht mehr in der Statistik erfasst wird. Die Exporterwartung des USDA lag bei 30 Mio. t. In der letzten Woche wurden nochmals 151.760 t exportiert. Die Schwarzmeerpreise sind erstmals seit April wieder unter $240 pro Tonne FOB (202 €/t) gefallen. Der Analyst Andrey Sizov geht jedoch davon aus, dass das russische Exporttempo in 2021/22 von vielen Marktteilnehmer überschätzt wird, sodass die Preise stabil bleiben könnten.