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15.07.2021

DRV schätzt deutsche Weizenernte niedriger als in Juni-Schätzung

DRV schätzt deutsche Weizenernte niedriger als in Juni-Schätzung

Lars Kuchenbuch

KS Agrar | KS Agrar Rohstoffbrief

Themen

Ackerbau

Der MATIF Weizen hat in den letzten Tagen wieder an Fahrt gewonnen. Seit Montag stieg der Preis für den September-Termin um 10 €/t (+5%) auf aktuell 207,50 €/t. Die starken Regenfälle in weiten Teilen Europas erwecken neue Sorgen über die Qualitäten. Viele Marktteilnehmer erwarten bereits eine um einige Wochen verspätete Ernte in diesem Jahr. Der DRV schätzt die Weizenernte in Deutschland in der aktuellen Juli-Schätzung nun rund 170.000 t geringer als noch im Juni. Begründet wird das einerseits mit einer geringeren Fläche (- 50.000 ha) und einem etwas geringeren Ertrag. Damit sollte die diesjährige Ernte nur noch 666.000 t über der Vorjahresproduktion liegen und nicht wie im Juni geschätzt 838.000 t. Die ersten Zahlen zu den EU-Exporten für das Wirtschaftsjahr 2021/22 liegen nun ebenfalls vor. In der vergangenen Woche wurden 22.394 t Weizen aus der EU exportiert. Das Exportziel des USDA liegt in diesem Wirtschaftsjahr bei 34 Mio. t. Für den aktuellen GASC Ägyptentender wurden ebenfalls Ergebnisse veröffentlich. Es wurden 180.000 t Weizen ausschließlich aus Rumänien gekauft. Der durchschnittliche FOB Preis lag bei 231,81 $/t (ca. 196 €/t). Der russische Exportzoll liegt aktuell bei 39 $/t, sodass dieser nicht konkurrenzfähig ist.