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01.09.2021

Starkregen: So können Bodenerosionen vermieden werden

Starkregen: So können Bodenerosionen vermieden werden

Redaktion

CYA GmbH

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Starkregen kann nicht nur durch Überschwemmungen große Schäden anrichten, sondern auch durch Bodenerosionen. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie informiert über Gegenmaßnahmen.

Durch den Klimawandel kommt es häufiger zu Starkregenereignissen. Wenn in kurzer Zeit viel Regen fällt, entsteht nicht nur eine Gefahr durch Überflutungen, sondern auch durch Bodenabtrag an Hängen. Dabei schwemmt der Starkregen enorme Mengen an fruchtbarem Ackerboden in Siedlungen. Große Schäden für die Landwirtschaft sowie Hausbesitzer lassen sich allerdings durch angepasste Bewirtschaftung vermeiden.

Gefahr von Art der Bewirtschaftung abhängig

Laut Hessischem Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) waren in diesem Sommer mehrere Landkreise von Bodenerosionen betroffen. Zwar seien starke Niederschläge der Auslöser, so die Experten, ob es zu Schäden kommt hänge allerdings auch von der Art der Bewirtschaftung der Ackerflächen ab: Die Anbaukultur, Fruchtfolge, Humuswirtschaft, der Zwischenfruchtanbau und die Art und Weise, wie die Flächen bearbeitet werden, sind demnach entscheidend, um der Erosionsgefahr entgegenzuwirken.

Mehrere Möglichkeiten, Folgen von Starkregen zu vermeiden

Grundsätzlich sollte versucht werden, dass der Niederschlag auf der landwirtschaftlichen Fläche „versickern“ kann. Denn nur oberirdisch abfließender Niederschlag reißt Bodenpartikel mit und sorgt so für Erosion. Auf Flächen, die stark gefährdet sind, sollte auf erosionsanfällige Reihenkulturen wie Mais und Zuckerrüben verzichtet werden. Zumindest von einer Bearbeitung in Richtung des Hanggefälles sollte abgesehen werden. Schutzstreifen können eine effektive Wirkung gegen Bodenerosion erreichen, wenn sie fachgerecht angelegt sind. Dabei handelt es sich um begrünte Flächen, die Erdmassen auffangen und den Oberflächenabfluss verlangsamen.

Wie Maßnahmen gegen Bodenerosionen umgesetzt werden können, erfährt man auf der Internetseite des Hessischen Umweltministeriums.

Foto: HLNUG