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16.09.2021

Internationale Knappheit hilft MATIF Weizen zu neuen Höhen

Internationale Knappheit hilft MATIF Weizen zu neuen Höhen

Lars Kuchenbuch

KS Agrar | KS Agrar Rohstoffbrief

Themen

Ackerbau

Die MATIF Weizenfutures sind weiterhin auf dem Weg nach oben. Die Schätzung zur Weizenproduktion in Kanada von StatCan hat auch die europäischen Terminmärkte bewegt. Wie die Kanadier mitteilten, sollen lediglich 21,72 Mio. t Weizen geerntet werden, was rund 1,3 Mio. t weniger als der ohnehin bereits reduzierten Schätzung des USDA entspricht. Weitere bullishe Nachrichten kommen aus Frankreich. Das französische Landwirtschaftsministerium hat die Schätzung zur Weizenernte um 630.000 t auf 36,06 Mio. t reduziert. Dennoch läge die Ernte damit rund 8% über dem Fünf-Jahresdurchschnitt. Des Weiteren haben China, Algerien und Saudi-Arabien ihre Anforderungen an die von starken Regenfällen betroffene französische Weizenernte gesenkt. In China wird für Importe aus Frankreich nun ein Hektolitergewicht von 75 kg gegenüber den eigentlich geforderten 77 kg akzeptiert. Die EU-Weizenexporte lagen in der vergangenen Woche bei 688.562 t, sodass nun insgesamt 5,79 Mio. t Weizen aus der EU exportiert wurden. Das entspricht einem Plus von 45% im Vergleich zum Vorjahr (+2,59 Mio. t). Das zeigt die große internationale Nachfrage nach europäischem Weizen. Zu den Top-Exportzielen zählen Algerien (14%), Südkorea (12%) und Südafrika (7%). Rund die Hälfte der bisher exportieren Menge stammte aus Rumänien und Bulgarien. Deutschland liegt mit 600.000 t auf Platz drei.