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21.09.2021

MATIF Weizenpreise überwinden 250 €/t-Marke nicht

MATIF Weizenpreise überwinden 250 €/t-Marke nicht

Lars Kuchenbuch

KS Agrar | KS Agrar Rohstoffbrief

Themen

Ackerbau

Die MATIF Weizenfutures stehen weiterhin auf hohen Niveaus in der Zone um 240 €/t. Weitere Unterstützung erhielten die Weizenpreise durch die neue Coceral-Schätzung. Die Agentur hat ihre Prognose für die EU-Weizenproduktion um 2,4 Mio. t auf nun 136,5 Mio. t reduziert. Für Deutschland wurde die Produktion ebenfalls um 2 Mio. t reduziert auf 21,3 Mio. t. Damit wäre die Produktionsmenge leicht unterhalb derer des letzten Jahres. Diese Reduzierung wird vor allem durch niedrigere Erträge von nur noch 7,26 t/ha (vorher: 7,92 t/ha). Die Schätzung des USDA wurde zuletzt leicht erhöht auf 139 Mio. t. Daher löst die Coceral-Schätzung erneut die Furcht einer europäischen Knappheit aus, was wiederum zu Preissteigerungen führt. Die russischen Weizenexportpreise stiegen nun die zehnte Woche in Folge. Die Lieferungen für Anfang Oktober wurden auf $301 pro Tonne FOB Schwarzmeer verkauft. Das entspricht einer Preissteigerung von $1 pro Tonne im Vergleich zur Vorwoche. Die hohen Weizenpreise schlagen sich nun auch bereits in Endprodukten nieder. In Frankreich wird ein Preisanstieg von 10-20% bei Nudelprodukten. Das USDA erwartet einen Anstieg der Großhandelspreise für Weizenmehl von 11-14% bis Dezember 2021