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29.09.2021

Überschwemmungen 2021: Forscher sehen Zusammenhang mit Klimawandel

Überschwemmungen 2021: Forscher sehen Zusammenhang mit Klimawandel

Redaktion

CYA GmbH

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Überschwemmungen 2021: Forscher sehen Zusammenhang mit Klimawandel

Nach den katastrophalen Überschwemmungen im Juli haben Forscher die Entwicklung des Wetters in den Regionen untersucht.

Die Überschwemmungen im Juli in Westdeutschland, vor allem an Ahr und Erft, haben ganze Landstriche verwüstet. Tausende Menschen stehen vor dem Nichts, 220 haben ihr Leben verloren. In einer aktuellen Studie ist sich ein internationales Forscherteam sicher: Die Katastrophe ist auch eine Auswirkung des Klimawandel.

Forscher untersuchen Wetter von Überschwemmungen betroffenen Regionen

Wie tagesschau.de berichtet, hat die World Weather Attribution in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in einer Studie die starken Regenfälle und deren Auswirkungen untersucht. Demnach seien die extremen Starkregenfälle vom Juli und die damit verbundenen Hochwasserschäden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch eine Folge des Klimawandels, heißt es.

Regen wird stärker und häufiger

Für die Attributionsstudie haben 39 Forschende aus Europa, Großbritannien und den USA mithilfe von statistischen Analysen und Computersimulationen das heutige Klima mit dem Klima vor dem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 1,2 Grad Celsius seit Ende des 19. Jahrhunderts verglichen. „Zum einen haben wir gelernt, dass es ein sehr seltenes Ereignis war“, zitiert das Nachrichtenportal Frank Kreienkamp, Leiter des Regionalen Klimabüros beim DWD in Potsdam. In Deutschland habe es in 90 Jahren und in Europa in 70 Jahren der Wetterbeobachtung solche Niederschlagsmengen noch nicht gegeben.

Andererseits könne dieses Wetterereignis aber auch eindeutig dem Klimawandel zugeordnet werden: „Wir sehen ganz klar, dass der Klimawandel die Eintrittswahrscheinlichkeit deutlich erhöht hat und dass er die Intensität erhöht hat, so Kreienkamp gegenüber tagesschau.de. In den betroffenen Regionen in Frankreich, Deutschland und der Schweiz haben die Wissenschaftler festgestellt, dass sich die maximale Niederschlagsmenge durch den Klimawandel um 3 bis 19 Prozent erhöht erhöht hat. Sie gehen auch davon aus, dass in der gesamten Region häufiger Starkregenereignisse auftreten werden.

Foto: Martin Seifert/CC0