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04.11.2021

Verarbeitungsmarge wieder auf Rekordhoch

Verarbeitungsmarge wieder auf Rekordhoch

Lars Kuchenbuch

KS Agrar | KS Agrar Rohstoffbrief

Themen

Ackerbau

Der MATIF Rapsfuture für Februar 2022 schloss gestern mit einem kleinen Minus bei 692 €/t und konnte die Marke von 700 €/t vorerst nicht überwinden. Der gestrige Verlust wurde auch durch die schwachen Rohölpreise ausgelöst. Die Preise für Rapsöl FOB Hamburg haben nun die Marke von 1.700 €/t überschritten. Ebenso befindet sich das Rapsschrot FOB Hamburg auf Rekordhoch bei 304 €/t. Damit ist die Crush-Marge ebenfalls auf einem Rekordhoch angelangt. Es ist auf Grundlage dieser Daten jedoch davon auszugehen, dass entweder die Rapspreise nachziehen, oder die Verarbeitungsprodukte nachgeben. Bei Berechnung der Canola Board Crush Margin kann eine Verarbeitungsmarge von 171 €/t bei aktuellen MATIF Preisen berechnet werden. Heute Vormittag ziehen die Rohölpreise bereits wieder an und erholen sich von ihrem gestrigen Abverkauf. Die EU-Rapsproduktion soll laut dem EU-Kommissionsbericht um rund 800.000 t in der Periode 2021/22 zulegen (auf 17 Mio. t). Dennoch werden die Endbestände weiterhin niedrig bei 500.000 t erwartet, wie auch schon in diesem Jahr.