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16.11.2021

Russland will Exportquote einführen - MATIF Weizenpreise über 290 €/t

Russland will Exportquote einführen - MATIF Weizenpreise über 290 €/t

Lars Kuchenbuch

KS Agrar | KS Agrar Rohstoffbrief

Themen

Ackerbau

Die MATIF Weizenpreise für März 2022 haben sich über der Zone von 290 €/t stabilisiert, während der Dezember 2021 Kontrakt bereits die 300 €/t getestet hat. In der vergangenen Woche wurden die Preise besonders durch ein Gerücht aus Russland getrieben. Wie Reuters meldete, plant die russische Administration eine weitaus restriktivere Exportbeschränkung als bislang angenommen für das erste Halbjahr 2022. Diese Beschränkung soll anstatt einer Exportsteuer sogar eine Exportquote enthalten. Als einer der größten Weizenexporteure der Welt könnte Russland mit dieser Maßnahme das europäische und globale Angebot stark einschränken. Ein neuer Tender wurde von Algerien ausgeschrieben mit einem akzeptierten Käferanteil von 1% anstatt bislang 0,5%. Damit möchte sich Algerien den aktuellen Gegebenheiten am Schwarzmeer anpassen, nachdem es für einen ersten Tender zu wenige Gebot gab. Ein aktueller Unsicherheitsfaktor ist der starke US-Dollar. Dieser hat gegenüber dem Euro seit Anfang November rund 2% an Wert gewonnen (rund 7% seit Jahresbeginn) und auch der Rubel hat seit Mitte Oktober an Stärke gegenüber dem Dollar verloren. Das macht russischen und europäischen Weizen auf den internationalen aktuell zunehmend günstiger für Importeure.