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25.11.2021

Probeartikel:

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Hanse Agro

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Themen

Pflanzenschutz Herbizid Außenwirtschaft Getreide Betriebsmittel

Probeartikel: Ackerfuchsschwanz und Weidelgras in Wintergetreide

**Dies ist ein kostenloser Probeartikel aus dem Kanal "Hanse-Agro - Pflanze Aktuell"**

Die Vorauflaufherbizidbehandlungen zur diesjährigen Herbstaussaat sind von unterschiedlichen Erfolgen gekrönt. Zum einen konnten, aufgrund nachfolgender Niederschläge, sehr gute Wirkungsgrade erzielt werden. Zum anderen stehen auf einzelnen Flächen und insbesondere in humosen Senken vitale Ackerfuchsschwanz-, beziehungsweise Weidelgraspflanzen in den Beständen. Die angesagte kalte Witterung kann sich nun zur Nachbehandlung anbieten.

Es stellt sich die Frage wie vorgegangen werden sollte?

Winterweizen:

An Standorten, an denen Atlantis Flex noch gute Wirkungsgrade zeigt, kann die Behandlung ins Frühjahr geschoben werden. Eine Anwendung von Atlantis-Nachbauten (Niantic) im Herbst ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr zugelassen. An Standorten, an denen das Produkt keine guten Wirkungsgrade mehr erzielt und somit im Frühjahr keine Nachbehandlungsmöglichkeit gegeben ist, muss zum Vegetationsende mit Traxos (Afu) oder Axial (Weidelgras) gearbeitet werden.

Im Hinblick auf den metabolischen Abbau der Wirkstoffe in der Pflanze, ist es sinnvoll die Maßnahme bei anhaltend kühlen Temperaturen durchzuführen (Tagestemperaturen unter 5 °C). Leichte Nachtfröste begünstigen die Wirkung sogar, da die Ungräser den Wirkstoff dann nicht verstoffwechseln können. Allerdings muss die Wirkstoffaufnahme gewährleistet und damit der Stoffwechsel aktiv sein. Wichtig für den Behandlungserfolg ist aber auch die Größe der Ungräser. Die besten Wirkungsgrade werden bis zum Dreiblattstadium der Gräser erzielt.

Empfehlung Ackerfuchsschwanz Weizen:

1,2 l/ha Traxos

Empfehlung Weidelgras Weizen:

0,9 l/ha Axial 50

Wintergerste:

Ein ähnliches Szenario lässt sich für die Wintergerstenbestände abbilden. Der Einsatz des Produktes Axial zum Vegetationsende ist in Gerste allerdings noch entscheidender! Denn auch im Frühjahr ist Axial das einzige Produkt der Nachbehandlung. Die Bekämpfung zum Vegetationsstart im Frühjahr, wenn die Ungräser an Vitalität gewinnen, ist an den meisten Standorten erfolglos! Auch beim Einsatz von Axial sollten die Tagestemperaturen 5 °C nicht nachhaltig überschreiten.

Empfehlung Gerste:

0,9 l/ha Axial 50

 

Viele weitere Informationen zur Biologie, direkter und indirekter Bekämpfung, dem Resistenzmanagement und vielem mehr gibt es in unserem Online-UngrasseminarLass kein Gras drüber wachsen“ im Januar 2022. Alles weitere dazu finden Sie hier: Link.

**Dies ist ein kostenloser Probeartikel aus dem Kanal "Hanse-Agro - Pflanze Aktuell"**