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06.01.2022

Solargewächshäuser: Hochwertiges Gemüse und Klimaschutz

Solargewächshäuser: Hochwertiges Gemüse und Klimaschutz

gruuna Redaktion

CYA GmbH

Themen

Allgemein Energie

Solargewächshäuser basieren nicht auf Photovoltaik. Die Sonnenstrahlen werden direkt genutzt.

Die Küstenregion Südspaniens zählt mit mehr als 3.000 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnenreichsten Regionen Europas. Von dieser naturgegebenen Ressource profitieren die dort ansässigen Landwirte beim Obst- und Gemüseanbau in den Solargewächshäusern. Dabei nutzen sie umweltfreundliche Anbaumethoden und fördern ressourcenschonende Technologien in der spanischen Landwirtschaft.

Sonnenstrahlen werden direkt genutz

96 Prozent der in den Solargewächshäusern eingesetzten Energie stammt ausschließlich von der Sonne. Durch die hohe Verfügbarkeit von Sonnenlicht können Solargewächshäuser auf fossile Brennstoffe als Energiequelle weitestgehend verzichten. Dies unterscheidet sie von anderen Gewächshäusern, die die Umwelt wesentlich stärker belasten. Ein weiterer Vorteil: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2-Gehalt in den Solargewächshäusern lassen sich so steuern und regeln, dass die Pflanzen jederzeit unter optimalen Bedingungen wachsen können – auch in den kältesten und sonnenärmsten Wintermonaten.

Gesteuerte Lichtflutung

Auf diese Weise sichert der Anbau die hervorragende Qualität des Obsts und Gemüses und schont dabei die natürlichen Ressourcen. Die wichtigste Grundlage für die optimale Nutzung der Sonnenenergie bilden die besonderen Kunststoffabdeckungen der Solargewächshäuser: Die Kunststofffolien sind lichtdurchlässig, sodass die Pflanzen das Licht aufnehmen und dadurch Fotosynthese betreiben können. In diesem natürlichen Prozess nehmen die Pflanzen CO2 aus der Luft auf und geben im Gegenzug Sauerstoff an die Atmosphäre ab.

Solargewächshäuser sorgen für Temperaturrückgang

Ein Hektar mit Solargewächshäusern absorbiert bis zu zehn Tonnen CO2 im Jahr. Das heißt, dass jeder Hektar den täglichen CO2-Ausstoß von bis zu acht Autos absorbiert. Zusätzlich werden die Kunststoffdächer in den wärmeren Monaten, im Frühjahr und Frühherbst, mit einer natürlichen Beschichtung auf Kalziumkarbonatbasis versehen. Diese reflektiert einen Teil des Sonnenlichts. Nach Forschungen von Dr. Pablo Campra von der Universität Almeria hat diese Reflexion dazu geführt, dass in den letzten 30 Jahren die lokale Durchschnittstemperatur in der Gegend um ein Grad Celsius gesunken ist und somit zum Kampf gegen die globale Erwärmung beigetragen hat.

Foto: Alexas_Fotos/pixabay.com (Symbolbild)