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18.11.2019

Bodenbearbeitung nach Mais vor spätem Weizen oder Frühjahrskulturen

Bodenbearbeitung nach Mais vor spätem Weizen oder Frühjahrskulturen

Ferenc Kornis

N.U. Agrar GmbH - Grünes Info

Topics

Bodenbearbeitung

Unverrottete Körnermaisstängel bilden den Ausgangsherd für Krankheiten und Schädlinge. Aus diesem Grund muss die Strohrotte nach der Körnermaisernte durch intensive Bearbeitung und eine Stickstoffausgleichsdüngung gefördert werden.

Das Maisstroh darf auch nicht einfach nass untergepflügt werden. Die Strohmatten haben zu geringen Bodenkontakt und werden unzureichend zersetzt.

  • Erster Schritt zur Förderung der Strohrotte ist das Zerkleinern von Stoppeln und Stroh mit einem Mulchgerät. Intakte Internodien dienen den Maiszünslerlarven als Winternest. Werden die Stoppel nicht kleingehäckselt, wird der Befallsdruck auch durch Vergraben der Stoppel nicht wesentlich geringer. Die Unterflurhäcksler am Maispflücker erreichen bislang noch nicht die Qualität eines separaten Mulchganges.

  • Die Strohrotte erfordert eine Strohausgleichsdüngung in Höhe von 30 bis 50 kg/ha N. Diese sollte möglichst zeitig im Frühjahr zusammen mit der N-Startgabe ausgebracht werden. Je später der N-Ausgleich fällt, umso weniger gut verrottet das Stroh. Das Maisstroh hat zwar mit 50 : 1 ein günstigeres C/N-Verhältnis als das Getreidestroh (70 bis 80 : 1), die hohe Strohmasse und der meist geringe N-Pool im Boden (in Böden ohne regelmäßige organische Düngung) verlangen dennoch eine Ausgleichsdüngung.

  • Der nächste Schritt zur Förderung der Strohrotte ist das intensive Einmischen der Ernterückstände. Das kurzgeschlegelte Maisstroh sollte erst flach bis 12 cm am besten mit der Scheibenegge, um die Wurzelballen zu durchschneiden, eingemischt werden, dann am besten ein zweites Mal tiefer bis 20 cm. Danach erst kann gepflügt oder tief gegrubbert werden.