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19.12.2019

Auch Sojabohnen brauchen Dünger

Auch Sojabohnen brauchen Dünger

Ferenc Kornis

N.U. Agrar GmbH - Grünes Info

Topics

Düngung

Kaliumbedarf sind sehr hoch. Die Sojabohne entzieht je Tonne Kornertrag 50 bis 60 kg N, 10 bis 15 kg P2O5 und 15 bis 20 kg K2O. Dazu kommt der Entzug durch das Stroh, der vor allem bei Stickstoff und Kalium eine wichtige Rolle spielt. Die Entzüge je Tonne Stroh liegen bei 15 bis 20 kg N und 30 bis 40 kg K2O. Das Korn/Stroh-Verhältnis der Sojabohnen liegt bei 1:1,2. Sojabohnen benötigen für 3 t Ertrag je ha 250 kg N, 70 kg P2O5 und 190 kg K2O.

Soja hat ein gutes P-Aufschlussvermögen

Die Soja kann als Leguminose „gealtertes“ Phosphor im Boden aufschließen. Deshalb kommt sie auch mit schlechter P-Versorgung relativ gut zurecht. Dennoch sollte wenigstens der Nettoentzug durch das Korn ersetzt werden, um eine Verarmung des Bodens zu verhindern.

Wegen des hohen Kalibedarfs ist i.d.R. eine Düngung mit 60 bis 120 kg K2O (je nach Boden, Vorfrucht und Ertragsziel) vor der Saat empfehlenswert. Auf schweren Böden kann das Kali bereits im Herbst ausgebracht werden. Speziell in der Jugendentwicklung wirkt sich der Mangel an Kalium negativ auf die Entwicklung der Wurzeln und Knöllchenbakterien aus, wenn dadurch der Transport der Assimilate in die Wurzel behindert wird.

Auf Böden mit niedrigem Magnesium-Gehalt bietet sich an Magnesium als Kieserit (Mg + S) oder Kornkali zu düngen.

Bei Böden mit niedrigem pH-Wert oder auf zur Verschlämmung neigenden Böden sollte vor oder zur Saat 200 bis 300 kg pro ha Branntkalk gedüngt werden. Damit wird auch der Kalzium-Bedarf der Sojabohne gedeckt.

Auch Sojabohnen brauchen mehr Mikronährstoffe

Die Untersuchung der Böden auf Mikronährstoffe empfiehlt sich auch vor Sojabohnen.  Bei einem absoluten Mangel oder unsicherer Verfügbarkeit (z.B. durch zu hohe pH-Werte) ist eine Düngung angebracht. Dazu bieten sich granulierte Mikronährstoffdünger (z.B. 20 bis 30 kg/ha Excello 3-3-1) an.

Mikronährstoffe, wie Molybdän und Kobalt spielen eine wichtige Rolle bei der Knöllchenbildung und deren Aktivität, diese muss wegen des hohen N-Bedarfs gesichert sein.