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23.05.2020

Green Deal funktioniert nur mit Land- und Forstwirtschaft

Green Deal funktioniert nur mit Land- und Forstwirtschaft

Juliane Ahrens

Familienbetriebe Land und Forst

Topics

Politik Naturschutz Artenvielfalt Europa Wald

Ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit müssen gleichermaßen berücksichtigt werden, erklären die Familienbetriebe Land und Forst zur Vorstellung des „Green Deal“ der Europäischen Kommission

Berlin, 22. Mai 2020. Die Europäische Kommission hat ihre Vorstellungen zur Ausgestaltung des European Green Deal konkretisiert und die „Farm-to-Fork“-Strategie sowie die Biodiversitätsstrategie veröffentlicht. Die Familienbetriebe Land und Forst begrüßen, dass Klimaschutz und Artenschutz auch in der Corona-Krise eine zentrale Rolle auf der Agenda der EU-Kommission einnehmen. Zugleich müsse sichergestellt sein, dass die Strategien nicht im Widerspruch zu anderen Nachhaltigkeitszielen stehen: „Nur eine Politik, die ökologisch, ökonomisch und sozial ausgewogen ist, ist wirklich nachhaltig. Wer Einschränkungen bei Pflanzenschutz und Bodendüngung fordert und 10 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche aus der Nutzung nehmen will, muss erklären, welche Folgen dies auf Preise, Arbeitsplätze und die Nahrungsmittelproduktion hat“, so Max v. Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst.

Zugleich sieht Elverfeldt auch Chancen: „Die Klimaziele können nur erreicht werden, wenn die Kohlenstoffspeicher im Wald, in landwirtschaftlichen Böden und von Mooren genutzt werden. Ohne uns Land- und Forstwirte gibt es keinen Klimaschutz.“ Dazu müsse die Politik endlich eine Honorierung der CO2-Senkenleistung der Forstwirtschaft einführen. Die Modelle für eine CO2-Vergütung liegen auf dem Tisch.