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12.06.2020

Restverunkrautung im Mais nicht tolerieren

Restverunkrautung im Mais nicht tolerieren

Team N.U. Agrar

N.U. Agrar GmbH - Allgemein

Topics

Herbizid

Der Mais gehört zu den Kulturen, in denen die meisten Unkräuter effektiv und vergleichsweise einfach bekämpft werden können. Dazu gehören auch Wurzelunkräuter wie Disteln, Ackerwinden oder Ampfer. Deren Bekämpfung stand bereits im letzten Info.

Samenunkräuter wie Melden, Gänsefuß-Arten, Amarant, Knöterich, Franzosenkraut oder Nachtschatten, die spät noch auflaufen können, können selbst bei vereinzeltem Auftreten das Samenpotenzial des Bodens enorm erhöhen. Gänsefuß-Arten produzieren pro Pflanze bis zu 20.000 Samen und dürfen deshalb im Mais nicht durchgehen.

Deshalb müssen die Maisbestände im 6-bis 7-Blattstadium noch einmal kontrolliert werden. Ab dem 8-Blattstadium (Kolbenbildung) sollte die Maispflanze durch Herbizide nicht mehr gestresst werden.  

Nach dem 8-Blattstadium sind die meisten Mais-Herbizide auch nicht mehr zugelassen, außer z.B. B235 (Bromoxynil), das bis zum 9-Blattstadium gespritzt werden darf. Bei starker Unkrautbelastung ist im 8-Blattstadium eine Unterblattspritzung in Erwägung zu ziehen.  Vereinzelte Samen-unkräuter lassen sich auch raushacken. Mit der Maschine kann bis zum 10-12 Blattstadium gehackt werden, solange der Geräterahmen die Pflanzen nicht beschädigt. Gleichzeitig kann auch eine N-Düngung erfolgen und eingehackt werden.