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09.09.2020

Wirtschaftsminister Aiwanger besichtigt Biogasanlage in LK Altötting

Wirtschaftsminister Aiwanger besichtigt Biogasanlage in LK Altötting

Gudrun Kramer

Fachverband Biogas e.V.

Topics

Energie

Beim Besuch der Biogasanlage Poschner in Halsbach im bayerischen Landkreis Altötting haben sich Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger, der Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes Georg Wimmer und Dr. Stefan Rauh vom Fachverband Biogas e.V. für eine bessere Anschlussvergütung für Güllekleinanlagen in der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ausgesprochen.

Aiwanger betont: „Insbesondere die Vergärung von Gülle trägt zum Klimaschutz bei. Betreiber der bestehenden Güllekleinanlagen brauchen eine höhere Anschlussvergütung, sonst werden diese Anlagen zurückgebaut. Dies kann nicht in unserem Interesse liegen.“ Biomasse leiste einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen, sichere Wertschöpfung vor Ort und biete Arbeitsplätze im ländlichen Raum, hebt Aiwanger hervor: „Ohne Bioenergie wird die Energiewende nicht gelingen. Wir fordern vom Bund bei der EEG-Reform Rahmenbedingungen, die auch kleinen Betreibern faire Wettbewerbschancen garantieren.“

Allein in Bayern sind gegenwärtig mehr als 2.600 Biogasanlagen am Netz. Durch eine Verlängerung der Förderung von bestehenden Güllekleinanlagen für zehn Jahre mit einer Vergütung von 20 Cent pro Kilowattstunde könnten mehr als 1.000 Bestandsanlagen weiterbetrieben werden.

Um die derzeit produzierte Strommenge aus Biomasse zu erhalten und einen moderaten Zubau zu ermöglichen, drängt Aiwanger zudem auf die Anhebung der Höchstgebotswerte bei den Ausschreibungen: „Die Anlagenbetreiber brauchen rasch Planungssicherheit. Die EEG-Novellierung muss durch auskömmliche Höchstgebotswerte und die Festlegung des Ausschreibungsvolumens ab 2023 eine Zukunftsperspektive für die Biogaserzeugung bieten.“

Georg Wimmer vom Bayerischen Bauernverband warnt: „Ohne eine wirtschaftliche Anschlussregelung droht in Kürze ein drastischer Rückgang des Bestandes von Biomasseanlagen. Die Anlagen sind eine wichtige Wertschöpfungsquelle für den ländlichen Raum und leisten einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz…“

Dr. Stefan Rauh vom Fachverband Biogas e.V. ergänzt: „Den Anlagenbestand zu sichern und einen moderaten Zubau zu ermöglichen, wird die Energiewende voranbringen. Die Bioenergie ist flexibel und kann daher Schwankungen bei den anderen Erneuerbaren ausgleichen. Dies senkt den Bedarf an fossiler, gesicherter Leistung und schont das Klima…“

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