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04.11.2020

Klima und Schädlinge: Weniger Schadholz in Sachsen-Anhalt

Klima und Schädlinge: Weniger Schadholz in Sachsen-Anhalt

Redaktion

CYA GmbH

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Allgemein Wald

Aufgrund des trockenen Klimas der letzten beiden Jahre war die Schadholzmenge gestiegen. Jetzt scheint eine leichte Erholung in Sicht.

Die Menge an Schadholz ist in Sachsen-Anhalt zurückgegangen. Nach Angaben des landwirtschaftlichen Informationszentrum Proplanta rechnet das Agrar- und Umweltministerium für 2020 mit rund drei Millionen Kubikmetern. Im vergangenen Jahr sind 7,8 Millionen Kubikmeter aufgrund von Klimaschäden und Schädlingen abgestorben.

Erholung wegen feuchterem Klima

Der schlechte Zustand der Wälder liegt vor allem an den trockenen Jahren 2018 und 2019. Friedrich Knolle vom Nationalpark Harz erklärt sich die Erholung der Wälder mit deutlich höheren Niederschlägen in diesem Jahr, wie ihn Proplanta zitiert: „So hammertrocken wie 2018 waren 2019 und 2020 ja nicht.“ Im Harz sei die Menge an Totholz vor allem nach dem Dürresommer 2018 stark gestiegen. Trockenheit fördert die Ausbreitung von Schädlingen, wie den Borkenkäfer. Im Nationalpark werden Bäume sich selber überlassen. Private Waldbesitzer hingegen haben mit finanziellen Schäden durch Totholz zu kämpfen.

Auch in Bayern weniger Schadholz

In Bayern hat sich die Menge an Schadholz ebenfalls reduziert. Die bayerischen Staatsforsten melden einen Rückgang der durch den Borkenkäfer geschädigten Bäume um 25 Prozent - von 1,15 Millionen Festmeter auf 848.000 Festmeter. Neben dem ebenfalls feuchteren Wetter nennen die Staatsforsten als Grund ein aufwendiges Suchprogramm. In dessen Rahmen werden von Borkenkäfern befallene Bäumen schnell gesucht und gefällt, damit sich die Schädlinge nicht weiter ausbreiten können.