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10.02.2021

Heftige Schneefälle: Das ist die Ursache

Heftige Schneefälle: Das ist die Ursache

Redaktion

CYA GmbH

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In ganz Deutschland sinken die Temperaturen unter Null. Ein Wetterphänomen sorgt für heftige Schneefälle.

Deutschland erlebt einen Wintereinbruch mit heftigen Schneefällen, wie es ihn schon jahrelang nicht mehr gab: Tiefstwerte von minus 10 bis minus 25 Grad und jede Menge Schnee. Das eisige Band zieht sich in der Mitte Deutschlands von Nordrhein-Westfalen bis Sachsen sowie im Norden von Schleswig-Holstein bis Rügen. Auch in Süddeutschland fallen die Temperaturen auf weit unter null Grad Celsius. Meteorologen erwarten, dass die tiefen Temperaturen vorerst anhalten. 

Wetterphänomen sorgt für heftige Schneefälle

Der Dauerschneefall lässt in den meisten Regionen nach. „Dennoch gibt es Ecken, wo es in Sachen Schnee erst jetzt richtig losgeht“, so der Meteorologe Björn Goldhausen von WetterOnline. „Dies betrifft vor allem die Regionen von Schleswig-Holstein bis Rügen. Dort sorgt der sogenannte Lake-Effekt örtlich und eng begrenzt für extrem heftige und anhaltende Schneeschauer“, so Goldhausen. Er hält es für nicht ausgeschlossen, dass in diesen Regionen bis Donnerstag mancherorts 50 Zentimeter Schnee fallen.

Was ist der Lake-Effekt?

Der sogenannte Lake-Effekt ist ein meteorologisches Phänomen. Es tritt auf, wenn im Winter kalte Winde über große Wasserflächen mit warmem Wasser strömen und dabei Wasserdampf aufnehmen. Dieser wird zu heftigem Niederschlag. „Die regional heftigen Schneeschauer dieser Tage entstehen, weil kalte Luft aus Osten über die recht milde Ostsee gepumpt wird“, erklärt Goldhausen. Über dem warmen Wasser saugt sich die Luft mit Feuchtigkeit voll und steigt auf. In der Folge bilden sich immer neue kräftige Schneeschauer. „Die weiße Ladung wird dann regelrecht an den Küsten abgeladen. Auch im Süden kommt bald neuer Schnee auf. Zur Wochenmitte nähert sich aus Richtung Frankreich nämlich wieder ein Tief. Dieses beschert dann der Südhälfte Schneefälle“, so der Meteorologe.

Foto: pixabay.com (Symbolbild)