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31.07.2021

Sachsen: Weniger Pachtflächen, dafür höhere Preise

Sachsen: Weniger Pachtflächen, dafür höhere Preise

Redaktion

gruuna.com

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Allgemein Bodenmarkt Grünland

Das Statistische Landesamt hat die Entwicklung der Pachtflächen und Pachtpreise in Sachsen ausgewertet.

Während die Anzahl der Pachtflächen im Freistaat Sachsen zurückgegangen ist, sind die Pachtpreise gestiegen. Das hat die Landwirtschaftszählung 2020 des Statistischen Landesamtes (StLA) ergeben. Die 6.500 landwirtschaftlichen Betriebe nutzten 898.400 Hektar. Davon waren gut 68 Prozent Pachtflächen. 2010 waren noch 76 Prozent verpachtet, 2016 nur noch 70 Prozent

Pachtpreise steigen in Sachsen

Im Gegenzug ist laut StLA das Pachtentgelt für Ackerland gegenüber 2016 (191 Euro je Hektar) durchschnittlich um 14 Prozent (218 Euro) gestiegen. Für Dauergrünland verzeichneten die Statistiker einen Anstieg um 16 Prozent, von durchschnittlich 96 Euro auf 111 Euro. Betrachtet man den Pachtpreis bezogen auf die Betriebsgröße, fällt die Größenklasse unter fünf Hektar besonders auf. In dieser Gruppe befinden sich überwiegend Gartenbau-, Obstbau- und Weinbaubetriebe, die meist nur kleine Flächen bewirtschaften. Werden deren gezahlte Pachtentgelte auf einen Hektar umgerechnet, ergibt sich ein überdurchschnittlich hoher Wert von 420 Euro je Hektar.

Bodenqualität spielt eine Rolle

Neben der Betriebsgröße hat auch die Bodenqualität großen Einfluss auf die Höhe der Pachtpreise. Deshalb mussten die höchsten Pachtentgelte vor allem in Regionen mit ertragsfähigen Böden wie den Landkreisen Leipzig (272 Euro je Hektar) und Nordsachsen (250 Euro je Hektar) entrichtet werden. Dagegen wurde für den Erzgebirgskreis mit 106 Euro der niedrigste Hektarpreis ermittelt.

Foto: Myléne/pixabay.com (Symbolbild)