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19.10.2021

Wintergerste profitierte 2021 von früher Kornfüllungsphase

Wintergerste profitierte 2021 von früher Kornfüllungsphase

Lara Krüger

duengerfuchs.de

Topics

Allgemein Bodenbearbeitung Düngung Ernte Europa Ackerbau Grundlagen Getreide Pflanzenernährung Pflanzen

Generell enttäuschten im Jahr 2021 die Ertragsergebnisse des Wintergetreides. Einzig die Wintergerste liegt laut Erntebericht 2021 des BMEL mit einem Ertrag von 71,9 dt/ha über dem 5-jährigen Mittel (68 dt/ha) und auch über dem Durchschnittsertrag des Vorjahres (67,3 dt/ha). Wintergerste schneidet damit deutlich besser ab als Raps und Weizen. In Summe wurden damit 2021 circa 9,1 Millionen Tonnen geerntet, was einer Steigerung von 3,7 Prozent entspricht.

Am Standort Cunnersdorf (Bodenwertzahl 50, sandiger Lehm) lag der Kornertrag in den Versuchen mit circa 100 dt/ha etwa im Bereich des langjährigen Durchschnitts.

Von der feuchten und zeitweise sogar zu nassen Witterung 2021 konnte die Wintergerste profitieren und dadurch überwiegend gute bis hohe Erträge erzielen. Alle eingesetzten N-Dünger konnten effizient ausgenutzt werden. Gleichzeitig kristallisiert sich heraus, dass N-stabilisierte Dünger auch in dieser Kultur das Potenzial haben, die Erträge weiter zu steigern.

Vorgezogene N-Gaben auch in Wintergerste vielversprechend

Der mit Urease- und Nitrifikationsinhibitor ausgestattete Dünger ALZON® neo-N zeigte im Mittel aus 11 Versuchen an verschiedenen Standorten signifikante Mehrerträge von etwa fünf Prozent im Vergleich zu KAS (Abb. 1). In den Versuchen erfolgte die Düngung mit ALZON® neo-N als Einmalgabe oder in Kombination mit PIAGRAN® pro als 2-geteilte N-Gabe mit vorgezogener Startgabe.

Abb. 1: Kornertrag von Wintergerste im Mittel von 11 Versuchen an verschiedenen Standorten im Jahr 2021 bei Anwendung N-stabilisierter Düngungssysteme im Vergleich zum konventionellen Dünger (relativ, 100% = 81,7 dt/ha) (prozentuale Aufteilung des standörtlich möglichen N-Niveaus nach DBE = Düngebedarfsermittlung)

Die Variante mit einer sehr frühen PIAGRAN® pro-Gabe vor Vegetationsbeginn (VB), gefolgt von der nitrifikationsinhibierten zweiten Gabe mit ALZON® neo-N kurz nach VB wartete in 2021 mit dem besten Ertragsergebnis auf.

Insgesamt bestätigte sich einmal mehr der Vorteil einer frühen ersten N-Gabe in Kombination mit der Anwendung N-stabilisierter Dünger. Gleichzeitig wird deutlich, dass mit witterungs- und standortgerechten Baukastensystemen aus ammoniumbetonten und traditionellen Strategien Ertrags- und Effizienzsteigerungen möglich sind.

Vergleichbar gute Ergebnisse auch bei N-stabilisierten Flüssigdüngern

Die Vorzüge der ammoniumbetonten Düngung und Pflanzenernährung konnten in Cunnersdorf auch bei Flüssigdüngung zu Gerste belegt werden (Abb. 2). ALZON® flüssig-S 25/6 und ALZON® flüssig-S 22/4, appliziert in Form einer Einmalgabe, wiesen einen deutlichen Ertragsvorteil gegenüber einer Düngung mit PIASAN®-S 25/6 in drei Teilgaben auf.

Abb. 2: Kornertrag von Wintergerste bei Anwendung N-stabilisierter Flüssigdünger am Standort Cunnersdorf 2021

Schnell gelesen

Im Vergleich zu Raps, Weizen und Roggen konnte die Wintergerste von der niederschlagsreichen Witterung profitieren und gute Erträge erzielen. Die N-stabilisierten Düngungssysteme mit ALZON® neo-N aber auch mit ALZON® flüssig-S 25/6 beziehungsweise ALZON® flüssig-S 22/4 haben 2021 ihre gute Düngewirksamkeit eindrucksvoll bestätigt. Vorgezogene und zusammengefasste N-Gaben, sowie Baukastensysteme aus stabilisierten und traditionellen Komponenten konnten erneut überzeugen. Die N-stabilisierten Dünger punkten sowohl mit der umfassenden Minderung von N-Verlusten als auch mit arbeitswirtschaftlichen Vorteilen.