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19.10.2021

MATIF Weizenfuture auf dem Weg zum Rekordhoch?

MATIF Weizenfuture auf dem Weg zum Rekordhoch?

Lars Kuchenbuch

KS Agrar | KS Agrar Rohstoffbrief

Topics

Ackerbau

MATIF Weizenfuture auf dem Weg zum Rekordhoch?

Die MATIF Weizenfutures haben nach einer kurzen Verschnaufpause Mitte letzter Woche wieder zugelegt. Mit einer starken Bewegung durchbrach der Dezember-Kontrakt die Marke von 270 €/t. Durch die kleine gestrige Korrektur schloss der Kontrakt bei 274 €/t. Das aktuelle Allzeithoch aus dem Jahr 2008 liegt beim MATIF Weizen bei 295,50 €/t. Technisch steht nun jedoch vorerst die starke Widerstandszone bei 280 €/t an. Die Angebotssituation in der EU bleibt weiter angespannt durch hohe Exporte und niedrigere Endbestände. Wie Sovecon am Montag in Moskau veröffentlichte, wird die russische Weizenernte in 2022 wohl auf 80,7 Mio. t ansteigen (aktuell: 75,5 Mio. t). Der Grund dafür liege vor allem in vorteilhaften Wetterbedingungen für den Winterweizen, so die Agentur. Dennoch scheinen die russischen Landwirte aufgrund der hohen Exportsteuer und der hohen Düngemittelpreise unter Druck zu geraten. Die russische Regierung begrenzt den Exportpreis für Weizen, während Betriebsmittel und der Rubel stetig zulegen. Zu Beginn der Winterweizenaussaat in der EU wird keine nennenswerte Erweiterung der Anbaufläche erwartet. Die France Agrimer meldete, dass zum 11. Oktober 13% der Winterweizenaussaat in Frankreich abgeschlossen sei (VJ: 11%). Wie die Grafik zeigt, ist der aktuelle Preis für Dezember-Weizen historisch äußert attraktiv.