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21.10.2021

Familienbetriebe Land und Forst begrüßen Pragmatismus der Ampel-Parteien beim Klimaschutz

Familienbetriebe Land und Forst begrüßen Pragmatismus der Ampel-Parteien beim Klimaschutz

Juliane Ahrens

Familienbetriebe Land und Forst e.V.

Topics

Allgemein Politik Artenvielfalt Eigentum Europa Wald Nachwachsende Rohstoffe Vergütung Markt Ackerbau Agrar- und Steuerrecht Entwicklung ländlicher Raum Digitalisierung, Arbeitswirtschaft und Prozesstechnik Ländlicher Raum Nachhaltige Landwirtschaft Alle

Die potenzielle Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP hat sich in ihrem Sondierungspapier auf eine Weiterentwicklung des Klimaschutzgesetzes verständigt. Demnach soll die Einhaltung der Klimaziele künftig anhand einer sektorübergreifenden mehrjährigen Gesamtrechnung überprüft werden. „Die Koalitionäre haben begriffen, dass wir endlich anfangen müssen, den Klimaschutz ganzheitlich und vor allem auch pragmatisch anzupacken. Beispielsweise zeigt die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz in den Bereichen Bau, Industrie und Energie, dass allein eine sektorbezogene Sicht beim Klimaschutz nicht trägt. Ich begrüße daher die Einigung in den Sondierungsgesprächen hin zu einer sektorübergreifenden Betrachtung der CO2-Einsparziele sehr“, erklärt Max v. Elverfeldt, der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst. 

„Wir haben bereits in der Vergangenheit gefordert, dass das Klimaschutzgesetz dringend nachjustiert werden muss, da die darin festgesetzten Klimaziele im Wald nicht durch Vorratsausbau und Nichtnutzung erreicht werden können. Denn das widerspricht dem Ansatz eines ganzheitlichen Klimaschutzes“, so Elverfeldt. Hintergrund ist, dass bei der Klimabilanzierung für den Wald der Fokus bisher auf dem Waldspeicher, d.h. auf der Biomasse im Wald liegt. Die Holznutzung und deren Substitutionseffekte, also der Ersatz klimaschädlicher Materialien und Rohstoffe durch den klimafreundlichen, nachwachsenden Rohstoff Holz, wurden dem Sektor hingegen nicht ausreichend zugerechnet.