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21.10.2021

Russische Weizenernte könnte höher ausfallen - Ukraine erhöht Exportquote

Russische Weizenernte könnte höher ausfallen - Ukraine erhöht Exportquote

Lars Kuchenbuch

KS Agrar | KS Agrar Rohstoffbrief

Topics

Ackerbau

Der MATIF Weizenfuture für Dezember 2021 bewegt sich stetig auf Rekordniveau und liegt mit dem gestrigen Schlusskurs bei 278,25 €/t. Wie bereits am Dienstag beschrieben, liegt ein historisch starker Widerstandsbereich bei 280 €/t. Wenn dieser überwunden wird kann es technisch zu weiteren Käufen kommen. Fundamental bleibt der Weizen sowohl in Europa, als auch global, knapp. Die EU-Weichweizenexporte betrugen in der vergangenen Woche lediglich 80.409 t, was einer massiven Verlangsamung des Tempos entspricht. Die EU-Kommission meldete jedoch, dass die französischen Daten unvollständig waren, sodass es in der nächsten Woche Korrekturen geben könnte. Die Gesamtexporte für das aktuelle Wirtschaftsjahr liegen damit bei 8,67 Mio. t (Vorjahr: 6,38 Mio. t). In der Ukraine haben sich Exporteure mit dem Landwirtschaftsministerium darauf verständigt, die Exportquote in dieser Periode auf 25,3 Mio. t zu erhöhen. Das USDA hatte zuletzt die ukrainischen Weizenexporte auf 23,5 Mio. t geschätzt. Es ist außerdem zu erwarten, dass die russischen Weizenernte die Prognose des USDA übertrifft. Bislang wurden bereits 74,5 Mio. t Weizen in Russland geerntet. Weitere 1,2 Mio. Hektar sind noch ausstehend. Die USDA-Schätzung betrug lediglich 72,5 Mio. t. Die Angebotssituation könnte sich folglich etwas aufhellen.